Das NO MORE Komitte lädt dazu ein sich mit der Frage auseinanderzusetzen: Wie können wir diese Strukturen sichtbar machen und uns dagegen organisieren?
Das NO MORE Komitee diskutiert mit Border Forensics, Justice4Nzoy Zürich und dem Outrage Collectif aus der Romandie. Die drei Gruppen bringen unterschiedliche Perspektiven antirassistischer Kämpfe zusammen, von investigativer Recherche und wissenschaftlicher Arbeit bis zu konkreter Organisierung gegen Racial Profiling und Polizeigewalt. Den Auftakt macht Border Forensics mit ihrer Untersuchung zur Tötung von Roger «Nzoy» Wilhelm im August 2021. Auch hier berief sich die Polizei auf Notwehr, ein bekanntes Muster bei tödlicher Poli- zeigewalt. Border Forensics untersucht den Fall und widerlegt die Darstellung der Polizei. Damit liefert die Recherche wichtige Grundlagen für das, was wir als Angehörige und Aktivist*innen seit Langemanprangern: Es gab keinen Anlass für Notwehr. Anschliessend sprechen wir mit Justice4Nzoy Zürich und dem Outrage Collectif über ihre Arbeit und die politischen Kontexte, in denen sie sich bewegen. Wie viele soziale Bewegungen in der Schweiz sind auch antirassistische Kämpfe durch den Sprachgraben geprägt. Gleichzeitig gibt es in der Romandie eine starke Organisierung gegen Racial Profiling und Poli- zeigewalt - in einem Kontext, in dem besonders viele Todesfälle im Zusammenhang mit Polizeikontrollen dokumentiert sind. Das Outrage Collectif gibt Einblick in diese Kämpfe und Erfahrungen.