Hier erfährst du alles über die spannenden Projekte und Kooperationen, die das kHaus mit verschiedenen Akteur:innen umsetzt.
Die kHaus Plaza ist ein öffentlicher, konsumfreier Raum, der zum Verweilen einladen soll. Wie in anderen öffentlichen Bereichen, gibt es unterschiedliche Nutzer:innengruppen, welche nicht immer reibungslos aneinander vorbeikommen. Somit können Spannungsfelder entstehen, mit denen man sich auseinandersetzen muss.
Im 2023 wurde die Plaza vermehrt auch von jungen Männern mit Fluchterfahrung besucht, was manchmal zu Nutzungskonflikten mit anderen Besucher:innen führte. Um auf die Herausforderungen einzugehen und um die Situation und Bedürfnisse der Plaza Besucher mit Fluchterfahrung besser zu verstehen, setzten wir in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilsekretariat Kleinbasel ein halbjähriges Dialogprojekt um.
Im Rahmen dessen wurde unter anderem ein Sozialanthropologe engagiert, der rund 20 Gespräche mit den jungen Männern geführt hat, um einerseits Einblicke in ihre Situation zu gewinnen und Lösungsansätze für die Spannungsfelder zu entwickeln. Andererseits sollte herausgefunden werden, wie die Möglichkeiten und Regeln der Plaza auf verständliche Art vermittelt werden können und dabei Sprachbarrieren überwunden werden können.
Die Ergebnisse aus den Gesprächen bildeten die Grundlage zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen und Massnahmen. Das Handout zu den Handlungsempfehlungen findest du hier.
Um die Regeln der kHaus Plaza auf zugängliche Art zu vermitteln, ist die Idee eines «Wimmelbilds» entstanden. Gezeichnet wurde es vom Basler Illustrator Mattia Serena. Das Wimmelbild hängt in der Plaza und kann auch auf unserer Webseite unter folgedem Link erkundet werden:
Ausgearbeitete Handlungsempfehlungen (1.10.2024)
Seit Sommer 2024 bietet der Verein Sprachmobil vor dem kHaus ein kostenloses Deutsch-Lernangebot für Menschen mit Fluchterfahrung an. Die Kooperation mit dem Sprachmobil hat zum Ziel, Menschen vor Ort auf das niederschwellige Lernangebot aufmerksam zu machen und zu kostenlosen Lernbegegnungen einzuladen. Am Dienstag parkiert das Sprachmobil jeweils vor dem kHaus auf der Rheinseite.
Mit dem Ziel, die Plaza auch für ein jüngeres Publikum zugänglicher und attraktiver zu machen, haben die Förderplattform CATAPULT Basel und das kHaus im Rahmen des Kooperationsprojekts «CATACITY» zu elf Mitgestaltungworkshops eingeladen. Sieben Klassen aus dem Zentrum für Brückenangebote, Gymnasium Bäumlihof und der Gewerbeschule stellten sich der Frage, welche materiellen und immateriellen Massnahmen deren Wohlbefinden in der Plaza verbessern würden. Daraus entstanden zehn Themenfelder, aus welchen wiederum drei verschiedene Ideenfelder definiert wurden, welche im März 2025 mittels Open Call zur Umsetzung ausgeschrieben wurden:
Insgesamt stellte CATAPULT Basel CHF 50'000 für die Umsetzung der Ideen junger Menschen in der Plaza zur Verfügung.
Aus insgesamt sieben eingereichten Projekten haben im Sommer 2025 folgende zwei Anträge die Förderung erhalten:
Im Zeitraum von Herbst 2025 bis Frühling 2026 hat das Kollektiv Durchzug ihre Veranstaltungsreihe «Durchzug» in der kHaus Plaza durchgeführt. Die Veranstaltungen bewegten sich in den Bereichen Share, Resonanz und Care und waren für ein junges Publikum zwischen 14 und 25 Jahren angedacht. Unter den Titeln «Beauty Salon», «Kerzenziehen & Techno», «Gaming Day» und «Repariertag» hat das Kollektiv insgesamt dreizehn gut besuchte und vielfältige Veranstaltungen in der kHaus Plaza durchgeführt.
Mare Tranquilitatis («Meer der Ruhe») bezeichnet eine stille Ebene auf dem Mond – hier steht es sinnbildlich für einen Ort, an dem man innehalten und durchatmen kann. Ein Ort, der im urbanen Alltag Momente von Leichtigkeit, Rückzug und Erneuerung schenkt.
Das Projekt hat zum Ziel, Rückzugsinseln für die kHaus Plaza zu entwickeln, um einen Ort der Ruhe in diesem Raum der Begegnung zu schaffen.
Seit September 2025 hat sich das Projekt durch die Beteiligung der Öffentlichkeit weiterentwickelt: Beim kHaus Fest im September 2025 wurden gemeinsam mit Besucher:innen erste Konzeptmodelle erarbeitet. In einem zweiten Workshop Ende Oktober 2025 testete eine Gruppe junger Erwachsener (18–25 Jahre) den ersten Prototyp und gab wertvolles Feedback zu Nutzung, Atmosphäre, Raumwahrnehmung und Materialität.
Impressionen vom Aufbau des Prototypen in der Plaza. Bilder: Julian Salinas