Eine Veranstaltung mit Prof. em. Nurit Peled-Elhanan und Dr. Samira Alayan
Lehrmittel sind ideologisch geprägt und multimodal. Sie vermitteln ihre Botschaften verbal und
visuell. Auszubildende haben einen Anspruch auf ausgewogene Information und Bildung. Wie lässt
sich dieses in Konfliktsituationen gewährleisten? Und wie gut oder mangelhaft wird es im politisierten und emotionalisierten Kontext Israel/Palästina umgesetzt? Nurit Peled-Elhanan untersucht die semiotischen Mittel, mit denen israelische Schulbücher die israelische Besetzung Palästinas legitimieren
und die jüdischen Schüler:innen darauf
vorbereiten dieses Regime als Soldat:innen und Zivilist:innen fortzuführen. Samira Alayan zeigt, wie palästinensische Schulbücher die Schwierigkeiten des palästinensischen Bildungssystems unter Besatzung und strenger Zensur widerspiegeln. Die Referentinnen werden ihre Forschungsergebnisse vorstellen und diskutieren, wie eine ausgewogene Bildung friedliches Zusammenleben fördern kann.
Referat in englischer Sprache, Eintritt frei (Kollekte), Büchertisch. Anmeldung erwünscht.
Auskunft: R. Ganzfried 079 592 22 84